Spinnenarten






In der Wissenschaft gibt es den Begriff "Spinne" eigentlich gar nicht. Es gibt jedoch Spinnentiere. Dazu gehören aber nicht nur die Tiere, die im normalen Sprachgebrauch als Spinnen bezeichnet werden. Zu den Spinnentieren gehören zum Beispiel auch Zecken, Milben und sogar Skorpione. Daneben gehören aber auch die "normalen" Spinnenarten zu den Spinnentieren. Diese Spinnen werden in der wissenschaftlichen Biologie "Webspinnen" genannt. Also etwa Spinnen die Netze spinnen. Die vielen Arten der Weberknechte gehören allerdings nicht zu den Webspinnen.

Derzeit unterteilt die Wissenschaft weltweit etwa 45.000 Spinnenarten. Gemeint sind die Webspinnen. Etwa 1.000 dieser Spinnenarten leben auch in Deutschland. In tropischen Ländern, besonders in den Regenwäldern, gibt es wesentlich mehr Spinnenarten.


Die Kreuzspinne ist die wohl bekannteste der Spinnenarten in Deutschland

Zu den Spinnenarten der Webspinnen gehören auch die Vogelspinnen. Diese großen, für viele Menschen ekelerregenden Spinnen, leben nicht in Deutschland. Einige Arten kommen zum Beispiel am Mittelmeer vor, nicht wenige Menschen sind im Urlaub schon einmal einer Vogelspinne begegnet.


Vogelspinnen sind sehr große Spinnen

Alle Spinnenarten sind übrigens theoretisch giftig, die meisten Arten können die menschliche Haut allerdings bei einem Giftangriff nicht durchdringen. Bie vielen Spinnenarten sind übrigens nur die Weibchen gefährlich giftig. Oft sind Spinnen-Weibchen größer als Spinnen-Männchen. Spinnen sind übrigens keine Insekten. Spinnenarten haben acht Beine, Insekten sechs Beine.

Für Menschen gefährliche Spinnen

Ein einigen Ländern gibt es jedoch wirklich gefährliche Spinnenarten. Dies gilt besonders für warme Länder. Hier einige Beispiele:

Bekannt ist die "Schwarze Witwe" in den USA. Man findet jedoch auch in einigen europäischen Ländern Schwarze Witwen. Die Spinnenart Europäische Schwarze Witwe ist jedoch etwas weniger gefährlich als die drei Schwarze-Witwe-Arten in Amerika. Die Schwarze Witwe kommt in Europa nur im Süden, nicht in Deutschland vor. In Urlaubsländern wie in Spanien mit Mallorca und Kanaren, Griechenland (auch auf Inseln wie Kreta, Rhodos und Korfu), Kroatien und der Türkei kommt die Giftspinne Schwarze Witwe häufig vor. In Italien lebt die giftige Spinne überall außer im Norden inklusive Sizilien und Sardinien in Frankreich im Süden und auf der Insel Korsika. Es gibt Todesfälle durch den Biss einer Schwarzen Witwe in Europa, wenn auch eher selten. Nach einer Literaturquelle verlaufen weniger als ein Prozent der Bisse tödlich. Kinder sowie alte und kranke Menschen sind, wie bei fast allen giftigen Tieren, besonders gefährdet. Bei den amerikanischen Arten der Schwarze Witwe ist die Todesrate deutlich höher. Ohne ärtzliche Hilfe sterben nach verschiedenen Statistiken 3 bis 15 Prozent der Bissopfer. Das gemeine am Spinnenbiss einer Schwarzen Witwe ist, dass der Biss am Anfang kaum Schmerzen bereitet und somit oft unterschätzt wird. Viele Bissopfer wissen gar nicht, dass sie von einer Spinne gebissen wurden. Übrigens gibt es auch eine giftige Spinnenart mit dem Namen "Weiße Witwe". Dieses Spinnentier ist in Asien und Afrika, vor allem in der Wüste, zu Hause.

Andere sehr gefährliche Spinnen leben zum Beispiel in Australien. Zwei Arten haben dort schon viele Menschen getötet. Es sind die "Red Back Spider" (Rotrückenspinne) und die "Sydney Funnel-Web" (Sydney-Trichternetzspinne), die vor allem rund um die größte Stadt Australiens die Menschen zu Recht in Angst versetzt. Die Spinne Red Back Spider wurde inzwischen auch in Asien und Neuseeland durch Menschen eingeschleppt.

Auch die Bananenspinnen (auch Phoneutria oder Brasilianische Wanderspinnen, insgesamt 8 Arten) in Lateinamerika gehören zu den tödlichen Spinnen für Menschen. Vor allem in Brasilien gab es schon einige Todesopfer.

Die Arana de Rincon lebt vor allem in Chile und Umgebung  und gehört auch zu den tödlichen Giftspinnen. Jedes Jahr sterben in Chile rund fünf Menschen, die von der Loxosceles laeta, wie die Spinne auf Latein heißt, gebissen wurden. Auf Englisch wird diese Spinnenart aus Südamerika "Chilean Recluse Spider" bezeichnet, einen deutschen Namen haben wir nicht gefunden. Der spanische Name "Arana de Rincon" bedeutet übersetzt Eckspinne.

Der Biss von Vogelspinnen ist für Menschen meist nicht lebensgefährlich. Einige der rund 1.000 Vogelspinnenarten der Erde in Asien und Afrika gelten jedoch als etwas gefährlicher. Allgemein können einzelne Menschen auf fast alle Spinnengifte allergisch reagieren. Diese Gefahr sollte man nie unterschätzen. Auch bei eher schwachen Giften kann es bei Allergiker zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen. Dies gilt nicht nur für Spinnengifte, sondern auch für Gifte von anderen Tieren. Eine Vogelspinnenart, die Riesenvogelspinne, gilt übrigens als größte Spinnen der Welt. Die Beine der bis zu 220 Gramm schweren Spinne aus Brasilien und Venezuela können über 30 cm lang werden.

Auch die Deutschland gibt es giftige Spinnentiere. Mehr dazu auf diesem Link: Artikel über Spinnen in Deutschland.

Der Begriff Spinne in der Biologie

In der Wissenschaft ist der Begriff "Spinne" kein echter wissenschaftlicher Begriff. Was in der Umgangssprache als Spinnen bezeichnet wird, sind in der Biologie sogenannte "Webspinnen". Daneben gilt es noch den viel weiteren Begriff "Spinnentiere". Dazu gehören neben den Webspinnen (Spinnen) zum Beispiel auch Milben und Skorpione. Die Weberknechte sind zwar eine Ordnung der Spinnentiere, sie gehören aber nicht zu den Webspinnen. Webknechte bauen keine Netze. Auf der Erde leben rund 7.000 Weberknechtarten. Spinnentiere insgesamt sind sehr zahlreich, insbesondere gibt es sehr viele Milbenarten. Man geht von über 50.000 Milbenarten. Damit gibt es mehr als 100.000 Spinnentierarten

 

 

 

Tier-Arten (Startseite)
Säugetiere
Affenarten
Katzenarten
Bärenarten
  Bären Europa
  Bären Amerika
Fuchsarten
Wolfsarten
  Wölfe Europa
Rinderarten
Schweinearten
Hirscharten
Ziegenarten
Schafsarten
Mäusearten
Nashornarten
Flusspferdearten
Zebraarten
Hamsterarten
Meerschweinchenarten
Walarten
Elefanten Thailand
Bücher


Vögel
Vogelarten
Papageienarten
Entenarten
Pinguinarten
Fische
Fischarten
Haiarten
  Haie im Mittelmeer
  Haie in der Nordsee
Andere
Froscharten
Skorpionarten
Krokodilarten
 Krokodile Florida
 Krokodile Australien
Schildkrötenarten
Tigermücke
Bienenarten
Wespenarten
Gefährliche Tiere

Spinnenarten

  Spinnen Australien
  Bananenspinnen
Quallenarten
 Quallen Mittelmeer
Schlangenarten
  Giftschlangen
  Schlangen Italien
  Schlangen Malta
  Schlangen Österreich
  Schlangen Schweiz
  Schlangen Kroatien
  Schlangen Frankreich
  Schlangen Portugal
  Schlangen Kanaren
  Schlangen Türkei
  Schlangen Zypern
  Schlangen England
  Schlangen Skandinavien
  Schlangen Thailand
  Schlangen Indien
  Schlangen Australien
  Schlangen Bayern
Haustiere
Hunderassen
  Kleine Hunderassen
  Japanische Hunderassen
  Welcher Hund passt zu mir
Pferderassen
Schafrassen
Hühnerrassen


Ernährung
Was fressen Füchse?
Was fressen Igel?
Was fressen Marienkäfer?
Lebensraum
Wo leben Eisbären?
Wo leben Pinguine?
Lebenserwartung
Wie alt werden Krokodile?
Wie alt werden Hamster?
Wie alt werden Wellensittiche?
Wie alt werden Schmetterlinge?