Papageienarten






Papageien sind in wärmeren Ländern der Erde verbreitete Vögel. Fast alle Papageienarten kommen in den tropischen und subtropischen Regionen vor. Papageien sind bei Menschen als Haustiere sehr beliebt. Die ersten Vögel kamen vermutlich schon mit Alexander dem Großen im 4. Jahrhundert vor Christus nach Europa.

Papageienarten

Wissenschaftler gehen heute von 360 bis 400 Papageienarten weltweit aus. Da nicht wenige Arten in schwer zugänglichen Regionen der tropischen Regenwälder leben und zum Teil selten sind, werden auch heute noch neue Arten entdeckt.

Prinzipiell werden Papageien in drei Familien eingeteilt. Es sind die Eigentlichen Papageien, die Kakadus und die Strigopidae. Die Strigopidae leben in Neuseeland, es gibt von dieser Familie nur vier Arten. Die Kakadus leben überwiegend in Australien und teilen sich in etwas mehr als 20 Arten auf. Die überwiegende Anzahl der Papageienarten gehören zu den Eigentlichen Papageien. Kakadus haben eine Haube auf der Stirn, die Eigentlichen Papageien haben dies nicht.


Bei fast allen Kakadu-Arten ist die Haube auf der Kopf sehr auffällig

Verbreitung Papageien

Knapp die Hälfte aller Papageienarten (etwa 150) leben in Amerika. Man nennt diese Papageien Neuweltpapageien. Heute findet man in den USA keine Papageien mehr. Diese Vogelarten leben in Mittelamerika und Südamerika. Vor allem in den tropischen Regionen Südamerikas sind sie weit verbreitet. Die meisten anderen Papageienarten leben in Afrika und Asien. Die berühmten Aras, die jeder aus dem Kreuzworträtsel kennt, sind eine bekannte Gattung der Eigentlichen Papageien aus Lateinamerika. Auch der noch bekanntere Wellensittich gehört zum Beispiel zu den Neuweltpapageien. Für die meisten Menschen gehören Wellensittiche nicht zu den Papageien. Wissenschaftlich ist der Wellensittich jedoch eine der 400 Papageien-Arten. Der kleine Vogel ist neben dem Kanarienvogel der beliebteste Haustier-Vogel in der westlichen Welt.

Interessant sind die vier Papageienarten der Strigopidae in und um die Inseln Neusselands. Auf Grund des ursprünglichen Mangels natürlicher Feinde brüten sie ungeschützt am Boden. Durch die Einwanderer aus Europa kamen jedoch Tiere wie Wildschweine, Katzen, Ratten und  Hunde auf die Inseln, die die Eier aus den Nestern fressen. Zwei der ursprünglich sechs Strigopidaearten sind bereits ausgestorben. Von den heute noch lebenden vier Arten sind drei sehr selten und eine Art selten. Die heute noch in der freien Natur häufigste Vogel ist der grünliche Kea, der auf der dünner besiedelten Südinsel von Neuseeland in Wäldern lebt. Der große Nordinsel-Kaka und der etwas kleinere Südinsel-Kaka sind noch stärker vom Aussterben bedroht. Noch seltener ist vermutlich der über 6o cm große Kakapo. Er lebt nur noch auf kleinen Inseln, die von den Säugetieren aus Europa befreit wurden.

Die Bestandsentwicklung der Kakadus, die vor allem in Australien und Indonesien leben, ist hingegen von Art zu Art sehr verschieden. Manche Arten haben sich so stark vermehrt, dass sie als Plage bezeichnet werden können. Andere Kakaduarten sind jedoch sehr selten geworden. In Australien sind im Norden des Kontinents die schwarzen Banks-Rabenkakadus als Schädlinge bekannt. Sie haben sich sehr stark vermehrt. Die Papageienarten richten in Erdnussplantagen zum Teil größere Schäden an. Sie zerbeißen zudem gerne Elektro-Kabel. Andere Papageien der Kakadus breiten sich derzeit als Neozoen in Asien aus. Auch in Hongkong leben zum Beispiel nun Kakadus in größerer Zahl. Es sind die schönen Gelbwangenkakadus, weiße Tiere mit einem großen gelben Fleck auf beiden Seiten des Kopfs.

Papageien als Neozoen

Bedingt unter anderem durch den Klimawandel haben sich in den letzten Jahren auch in Europa Papageien der Art Halsbandsittiche verbreitet. Sie sind den Menschen entflohen und haben sich vermehrt. In wintermilden Großstädten wie London und Amsterdam findet man inzwischen größere Kolonien der grünen Vögel. Auch in deutschen Großstädten, besonders entlang des Rheins, kommt die grüne Papageienart inzwischen vor.

In den USA leben seit einiger Zeit verwilderte Vögel verschiedener Papageienarten von anderen Kontinenten. Somit gibt es auch den USA wieder Papageien. Beispielsweise breitet sich der Mönchssittich in den wärmeren Regionen der Vereinigten Staaten immer mehr aus. Inzwischen bewohnt der Vogel, der ursprünglich aus Südamerika stammt, auch den Süden und winterwarmen Westen von Europa. Somit leben auf allen Kontinenten der Erde mit der Ausnahme der Antarktis nun Papageien.

 

 

 

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